Ändern sich durch die DSGVO die Rechte der Betroffenen?

Die Betroffenen (also die Personen, deren Daten verarbeitet werden) erhalten stärkere Rechte. Neu ist hier das Recht auf Datenübertragbarkeit.

Das bedeutet, dass ein Kunde das Recht hat, alle seine Daten, also auch die Bestellhistorie, die Sie gespeichert haben, von Ihnen anzufordern. Diese Daten müssen Sie in einem gängigen und maschinenlesbaren Format liefern, z. B. in einer .csv-Datei. Diese Daten kann der Kunde dann einem anderen Händler zur Verfügung stellen.

Es ist jedoch zu erwarten, dass das eher ein theoretisches Recht bleiben und in der Praxis keine Rolle spielen wird. Wichtig für Sie ist aber, dass Sie grundsätzlich darauf vorbereitet sind. Fragen Sie am besten beim Anbieter Ihres Shopsystems nach, ob die Möglichkeit besteht, die Daten in einem entsprechenden Format zu extrahieren – und wie das funktioniert.

Auskunft zu gespeicherten Daten

Weiterhin bestehen bleiben das Recht auf Berichtigung, Löschung oder Sperrung der Daten und das Recht auf Auskunft darüber, welche Daten gespeichert wurden. Erhalten Sie von Ihren Kunden solche Anfragen, müssen Sie innerhalb von einem Monat darauf antworten. Dafür ist es ratsam, dass Sie sich ein solches Auskunftsformular erstellen.

Kommt dann ein Auskunftsersuchen, können Sie schnell und professionell reagieren, indem Sie das vorstrukturierte Formular ausfüllen und an den Kunden senden. Auch wenn die Aufsichtsbehörde mit einem entsprechenden Auskunftsersuchen an Sie herantritt, machen Sie mit einem solchen Formular einen guten Eindruck und zeigen, dass die Datenverarbeitung in Ihrem Unternehmen seriös und professionell erfolgt.

Zusammengefasst:

Als Händler müssen Sie Ihrem Kunden alle Daten, die Sie über ihn gespeichert haben, auf Anfrage bereitstellen.


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