Was ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung?

Besteht in der Datenverarbeitung ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen, müssen Sie eine sogenannte Datenschutz-Folgenabschätzung vornehmen.

Diese enthält eine Abschätzung der Folgen der Datenverarbeitung für den Schutz der personenbezogenen Daten. Ob Online-Händler eine solche Folgenabschätzung vornehmen müssen, kann nicht pauschal beantwortet werden.

Erfüllen Sie jedoch zwei der folgenden Indizien, die von den Datenschützern erarbeitet wurden, dann müssen Sie die Folgenabschätzung vornehmen:

  • Verwendung automatisierter Entscheidungen
  • Umfangreiche Datenverarbeitungen
  • Scoring, Profiling
  • Systematische Überwachung
  • Zusammenführen oder Abgleichen von Datenbeständen
  • Verarbeitung von Daten besonders schutzbedürftiger
  • Personen
  • Verwendung neuer Technologien
  • Datenübermittlungen in Drittstaaten
  • Verarbeitungen erschweren die Ausübung der Rechte oder der Inanspruchnahme einer Leistung der Betroffenen

Zusammengefasst:

Die Datenschutz-Folgenabschätzung ist vor der Datenverarbeitung durchzuführen, wenn ein potenzielles Risiko für Rechte und Freiheiten besteht. Für die meisten Online-Händler hat die Datenschutz-Folgenabschätzung keine Relevanz – klären Sie das jedoch unbedingt ab!


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